Aktuelles
Sonntag
27.7.
#TEAM Belz beim Stadtlauf

Sie waren nicht zu übersehen beim Böblinger Stadtlauf am 27. Juli: 37 Läuferinnen und Läufer, die in ihren neongrünen Shirts deutlich machten, dass sie eine erneute Kandidatur von Stefan Belz als Oberbürgermeister unterstützen. Egal ob am Start, am Ziel oder auf der Strecke durch den Stadtgarten boten sie mehr als einen Farbtupfer im Teilnehmer*innen-Feld. “Böblingen weiterbringen“ lautete die Botschaft auf den Lauf-Shirts, mit der das Team dem Amtsinhaber auf sportliche Weise Rückenwind für eine weitere Amtsperiode verschaffte – insgesamt 285 Kilometer weit: 20 Team-Mitglieder nahmen die Zehn-Kilometer-Distanz auf sich, 17 joggten fünf Kilometer weit durch Böblingen.
Besonders flott waren dabei Nikolai Kronenwett und Philipp Kranz unterwegs. Nikolai sicherte sich über die 10-Kilometer-Distanz mit 33:11 Minuten den zweiten Platz unter den 365 Teilnehmenden, Philipp ging als Vierter mit 34:03 Minuten durchs Ziel. Nicht ganz mithalten konnte da Stefan Belz. Der erreichte mit 48:26 Minuten als 180. ganz entspannt das Ziel.
Dort waren sich alle einig, dass der Auftritt des „Team Belz“ ein gelungener Auftritt war, nur wenige Tage nachdem Stefan Belz seine Wiederkandidatur öffentlich gemacht hatte. „Das war super“, sagte dieser und bedankte sich bei allen, die zu seiner Unterstützung die Laufschuhe geschnürt hatten.
Text: Michael Stürm - Foto: Anja Sklarski
Dienstag
22.7.
Erster Newsletter

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Dienstag
22.7.
Die Stadt auch in den kommenden Jahren erfolgreich voranbringen

Stefan Belz kündigte seine erneute OB-Kandidatur im Beisein zahlreicher Unterstützer*innen aus der Bürgerschaft an
Vor beinahe acht Jahren wurde Stefan Belz mit 51,3 Prozent der abgegebenen Stimmen im ersten Wahlgang zum Oberbürgermeister der Stadt Böblingen gewählt. Ende Juli hat er angekündigt, bei der Wahl Anfang kommenden Jahres wieder anzutreten. Man spürte beim Pressetermin im Treff am See, dass hier einer sitzt, der seinen Job in den vergangenen Jahren mit Leidenschaft ausgefüllt hat. „Ich habe weiterhin Lust auf diese Aufgabe“, bekannte Stefan Belz und versprach im Falle einer Wiederwahl auch in Zukunft für alle Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt da zu sein. „Trotz meines Grünen-Parteibuchs trete ich als unabhängiger Kandidat an“, betonte der 45-Jährige.
Ein Blick in den Raum zeigte, dass dies in der Stadtgesellschaft anzukommen scheint. Neben Parteimitgliedern der Grünen saßen in den Reihen der Unterstützer*innen auch Mitglieder der SPD und der Freien Wähler sowie bekannte Gesichter aus Wirtschaft und Kultur. Auch mit der CDU und der FDP werde er Gespräche über eine Unterstützung führen, sagte Belz. „Böblingen weiterbringen“ lautet das Motto, unter das Stefan Belz seinen Wahlkampf in den kommenden Monaten stellen möchte. Ein Motto, das mehr als ein Slogan sein soll. Belz versprach, dass er diese Worte auch als Verpflichtung verstanden wissen wolle.
Nach der Vorstellung von Jan Weccard, der seinen Wahlkampf in den kommenden Monaten managen wird, blickte Stefan Belz auf seine bisherige Amtszeit zurück, die vor allem unter dem Einfluss der Corona-Epidemie und dem russischen Angriff auf die Ukraine geprägt waren – Ereignisse, die die Stadtverwaltung mit Krisenstäben und teilweise stündlich neuen Verordnungen und Direktiven vor bisher nicht gekannte Herausforderungen stellte. Auch wenn die Belastungsgrenze von Bürger*innen und Verwaltung bisweilen erreicht worden sei, habe man diese Belastungen gut gemeistert, bilanzierte Stefan Belz.
Im Mittelpunkt standen jedoch für den Oberbürgermeister die wichtigsten Projekte und Entscheidungen, die beispielhaft demonstrieren sollten, dass Böblingen sich in seinen Amtsjahren positiv verändert hat. Durch die Eröffnung des „AI-Express“, eines Zentrums für Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz auf dem Eisenmann-Areal, und dem Erwerb des Krankenhaus-Geländes als zukünftiges Quartier für einen Technologie- und Innovations-Campus, sieht er die Stadt als Wirtschafts-Standort bestens gerüstet für die nächsten Jahre.
Der Umbau des Elbenplatzes, die Verbesserungen im Radwegenetz und der Beschluss, bis 2035 als Stadt klimaneutral zu werden, sind für Stefan Belz nur einige Beispiele, die Böblingen lebenswerter machen. Hinzu kommen 1000 neue und 1800 geplante Wohnungen sowie ein neuer Stadtteil, die den Druck vom Immobilienmarkt nehmen sollen.
Auch für die heranwachsende Generation hat sich laut Stefan Belz in den vergangenen Jahren viel getan. Durch die „Kita-Offensive“ wurden bisher 400 von 480 geplanten zusätzlichen Kindergartenplätzen geschaffen. Im Bildungsbereich werden in den kommenden Jahren hohe Millionenbeträge in die Sanierung der Schulen gesteckt. 75 Millionen Euro davon fließen in den ersten Schulneubau Böblingens seit 25 Jahren: Im Schulzentrum „Stockbrünnele“ entsteht derzeit ein neues Gebäude, in das demnächst eine Real- und eine Werkrealschule unter ein gemeinsames Dach ziehen werden.
Ein Ort, an dem auch in Zukunft alle Menschen miteinander friedlich zusammenleben, eine Stadt, in der die Bürger*innen und die Wirtschaft attraktive Bedingungen vorfinden sollen, und eine Kommune, die sich den vielen Herausforderungen der Zukunft stellt: Stefan Belz versprach, dass er im Falle einer Wiederwahl gemeinsam mit der Bürgerschaft diesen Weg auch gerne in den nächsten acht Jahren weiter bestreiten möchte.
Die OB-Wahl findet im Januar oder Februar 2026 statt. Den genauen Termin beschließt der Gemeinderat nach der Sommerpause.
Text: Michael Stürm - Foto: Jan Weccardt
Mittwoch
10.9.
Zweiter Newsletter

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Samstag
13.9.
#TEAM Belz in Dagersheim

Bereits zum zweiten Mal hat das Team der Wahlinitiative für Stefan Belz gezeigt, dass es schnelle Beine hat. Beim Dagersheimer Waldlauf gingen 15 Läuferinnen und Läufer für das „Team Belz“ an den Start.
Sowohl auf der 5- als auch auf der 10-Kilometer-Distanz waren die neongrünen Shirts der Mannschaft nicht zu übersehen. Im Klassement hinterließ die Belz-Truppe ebenfalls Eindruck: Über die 10-Kilometer-Distanz ging Nikolai Kronenwett mit 35:31 Minuten als Zweiter durchs Ziel, Team-Kollege Philipp Kranz folge auf Platz acht.
Im Wettbewerb über fünf Kilometer war Stefan Belz Schnellster im eigenen Team. Der Oberbürgermeister erreichte nach 26:04 Minuten das Ziel. Dies bedeutete Rang 22.
Text: Michael Stürm - Foto: Jan Weccardt
Sonntag
21.9.
In entspannter Atmosphäre den OB unterstützen

Wahlinitiative für Stefan Belz veranstaltete Sommerfest
Bevor der Sommer zur Neige geht, noch schnell ein Fest. Die Wahlinitiative für den amtierenden Böblinger Oberbürgermeister Stefan Belz lud am vergangenen Sonntag zum Sommerfest ins „Fetzers“ im Treff am See.
Ingrid Stauss, Sprecherin der Wahlinitiative, begrüßte rund 50 Menschen aus der Böblinger Stadtgesellschaft, die sich für eine Wiederwahl von Stefan Belz bei der zu Jahresbeginn anstehenden Oberbürgermeisterwahl in Böblingen stark machen. Bei Weißwürsten, Bier vom Fass, Musik und angenehmen Spätsommertemperaturen gab es auf der Terrasse des „Fetzers“ in entspannter Atmosphäre und Seeblick reichlich Gelegenheit zu Gesprächen und zum Austausch über Böblinger Themen.
Neben vielen der aktuell 60 Mitglieder der Wahlinitiative fanden sich auch neue Gesichter unter den Besucherinnen und Besuchern. Die konnten sich in die Mitgliederliste eintragen oder schon einmal ihre Unterstützung im anstehenden Wahlkampf bekunden.
Für alle, die ihn noch nicht so genau kannten, bot ein Quiz die Möglichkeit Stefan Belz näher kennenzulernen – persönlich wie politisch. So wurde deutlich, dass er das Meer den Bergen vorzieht, sich nicht so richtig entscheiden kann, ob er lieber ein Bier oder einen Wein trinkt, dass er gerne auf die Leute zugeht, wenn es Probleme gibt, und dass Stefan Belz im politischen Raum die Auseinandersetzung in der Sache deutlich, aber im Umgang fair und auf Augenhöhe mit dem Gegenüber führen möchte.
"Super, dass so viele Leute heute da sind“, betonte der amtierende Oberbürgermeister und freute sich über die jetzt schon große Resonanz auf sein Wiederwahl-Projekt, obwohl noch einige Monate bis zur heißen Wahlkampf-Phase vergehen werden.
Text: Michael Stürm - Foto: Attila Melzer
Freitag
21.11.
Wahlkampf-Auftakt von Dr. Stefan Belz: „Böblingen weiterbringen“

Mit einem starken Signal an seine Unterstützerinnen und Unterstützer hat Stefan Belz am Freitagabend im „Platzhirsch“ in Böblingen den offiziellen Auftakt zu seinem Wahlkampf für eine zweite Amtszeit als Oberbürgermeister gesetzt. Über 60 aktive Engagierte waren der Einladung gefolgt – ein sichtbares Zeichen für den breiten Rückhalt, auf den Belz auch nach sieben Jahren im Amt bauen kann.
Der amtierende Oberbürgermeister präsentierte sich hochmotiviert und mit einer klaren Botschaft: „Ich kandidiere erneut, weil ich diese Stadt liebe – und weil ich mit Haltung, Erfahrung und einem klaren Kompass Böblingen und Dagersheim weiter voranbringen will.“
90 Prozent des Wahlprogramms umgesetzt – trotz Krisenjahren
Stefan Belz zog eine Bilanz seiner bisherigen Amtszeit: Rund 90 Prozent seiner Ziele aus dem Wahlprogramm von 2018 habe er umgesetzt, betonte er. Eine Quote, die angesichts zahlreicher unvorhersehbarer Herausforderungen wie Corona-Pandemie, Ukrainekrieg, Energiekrise und wirtschaftlichen Verwerfungen ungewöhnlich hoch sei. In seinem Rückblick ging er auch auf die positiven Entwicklungen Böblingens in den vergangenen acht Jahren ein: von starken Fortschritten in Klimaschutz und Mobilität, neuen sozialen Einrichtungen und Angeboten, über die Schaffung von 400 neuen Kita-Plätzen bis hin zur Stadtentwicklung mit 1000 neuen Wohnungen und einem konsequenten Digitalisierungsschub.
„Böblingen weiterbringen“ – Ziele für die kommenden acht Jahre
Unter dem Motto „Böblingen weiterbringen“ gab Stefan Belz erstmals Einblicke in die Ziele seiner kommenden Amtszeit. Er kündigte an, den eingeschlagenen Kurs einer innovativen, klimafreundlichen, sozialen und wirtschaftlich starken Stadt auch in Zukunft fortzuführen – mit spürbarer Bürgernähe, Problemlösungen, die pragmatisch angegangen werden sollen und einer klaren Prioritätenliste folgen. "Unsere Stadt ist und bleibt zukunftsfähig - dafür werden wir gemeinsam hart arbeiten", versprach er.
In seiner Ansprache richtete Stefan Belz auch bereits den Blick auf die nächsten Entwicklungsschritte für Böblingen und Dagersheim. Im Mittelpunkt werden die Themen Bildung, Mobilität und Stadtgrün stehen, genauso wie die weitere Digitalisierung der Verwaltung und die wirtschaftliche Stärke der Stadt. Die großen Transformationsprojekte – darunter der künftige Technologie- und Innovationscampus auf dem heutigen Krankenhausareal, die Mobilitätswende und die Schulmodernisierung – sollen in den kommenden Jahren weiter Fahrt aufnehmen.
Breite Unterstützung aus dem Kreis der Engagierten
Dass Belz auf einen starken Rückhalt zählen kann, zeigte ein spontaner Zuruf eines Unterstützers:„Stefan Belz steht für Einigung. Selbst bei Meinungsverschiedenheiten schafft er es, am Ende einen Konsens herbeizuführen, damit im Gemeinderat gute Entscheidungen getroffen werden können“, lobte dieser.
Die Atmosphäre des Abends war geprägt von Optimismus, Dialog und viel Energie. Mehrere Teams für Plakatierung, Flyeraktionen und die Organisation von Infoständen wurden gegründet. Die unabhängige Wahl-Initiative präsentierte sich und informierte über die überparteiliche Unterstützung für Stefan Belz. Ideen für kreative Dialogangebote im Januar wurden gesammelt – mit dem Ziel, die Bürgerinnen und Bürger intensiv zu erreichen und für eine zweite Amtszeit von Stefan Belz zu begeistern.
Vision für Böblingen
In seinem zentralen Statement unterstrich Belz seine Vision für Böblingen: „Wir haben viel erreicht – aber wir stehen zugleich vor Aufgaben, die entscheidend sind für die kommenden Jahrzehnte. Ich bin bereit, mit ganzer Kraft Verantwortung zu übernehmen" versicherte er. "Gemeinsam gestalten wir ein Böblingen und ein Dagersheim, das innovativ, klimafreundlich, sozial, digital und lebenswert bleibt.“
An diesem Abend wurde deutlich, dass Stefan Belz Böblingen und Dagersheim mit klarem Kompass, Haltung und Verantwortungsbewusstsein in eine starke Zukunft führen möchte. Dabei setzt er, wie schon bisher, auf die starke Zusammenarbeit mit Bürgerschaft, Gemeinderat, Verwaltung, Vereinen und der örtlichen Wirtschaft.
Kampagne nimmt Fahrt auf – weitere Unterstützer willkommen
Der Wahlkampf nimmt nun volle Fahrt auf. Das Kernteam steht, die Strukturen sind aufgebaut, der starke Rückhalt und die Begeisterung der Unterstützerinnen und Unterstützer deutlich spürbar. Wer sich ebenfalls engagieren und Teil des Team Belz sein möchte, kann sich direkt an Wahlkampfleiter Jan Weccardt wenden: jan-weccardt@outlook.de
Text: Michael Stürm - Foto: Jan Weccardt
Montag
24.11.
Wichtige Anregungen aus der Wirtschaft

Mit drei "Zukunftsforen" startet Stefan Belz in den Oberbürgermeister-Wahlkampf. In diesen Veranstaltungen möchte der Amtsinhaber zusammen mit den Böblingerinnen und Böblingern gemeinsam diskutieren, wo die Stadt in den kommenden acht Jahren hinsteuern soll. Aus der Bürgerschaft heraus erhofft sich Belz von den Gesprächsabenden wichtige Impulse für die angestrebte Fortsetzung seiner Tätigkeit als Verwaltungschef.
"Böblingen weiterbringen" lautet das Motto, unter das Stefan Belz seine zweite Amtszeit stellt. Der erste Abend am vergangenen Montag im Treff am See war dem Thema "Wirtschaft und Innovation" gewidmet. Rund 60 interessierte Bürger und Bürgerinnen waren dabei, als vier Vertreter aus der Böblinger Wirtschaftswelt ihre Erfahrungen und Wünsche zur Diskussion stellten.
Warum dieses Thema mit ganz oben auf seiner Zukunfts-Agenda steht, machte Stefan Belz in seinen einführenden Worten deutlich. Er verwies auf die herausragende Rolle des Landkreises bei den Themen Innovation und Wirtschaft, die mit führenden Plätzen in den einschlägigen Rankings der Fachinstitute regelmäßig unter Beweis gestellt werde. Der Wirtschafts-Standort Böblingen spiele hier eine führende Rolle, die die Stadt auch in Zukunft spielen müsse, betonte Stefan Belz. Auch wenn die Zeiten härter und die Rahmenbedingungen schwieriger seien.
Dass man die Aufs und Abs der Wirtschaftszyklen auch über 200 Jahre erfolgreich meistern kann, verkörperte der Geschäftsführer des ältesten Böblinger Unternehmens. Werner Dinkelaker, Chef der Schönbuch Braumanufaktur, erzählte, wie die Familien-Brauerei trotz nicht immer rosiger Zeiten sich stets am Markt behaupten konnte: Mit Innovation, wie beispielsweise der Entscheidung für den Bau einer Entalkoholisierungsanlage, und dem Bemühen, die Kundschaft nie aus den Augen zu lassen, sei es als Traditionsbetrieb gelungen, auch heute noch in den Zapfhähnen, den Kellern,
Flaschen und Gläsern der Region präsent zu sein. Ein Fakt, der auch auf die Attraktivität als Arbeitsgeber zu wirken scheint. Der Fachkräftemangel ist in der Brauerei kein Thema. Für Werner Dinkelaker zählt die Böblinger Brauerei zu den gefragten Arbeitgeberinnen der Stadt.
Über mangelnde Nachfrage kann sich auch Kathrin Steinbrink vom "AI Express" nicht beklagen. In dem Start-Up-Zentrum auf dem ehemaligen Eisenmann-Areal forschen, entwickeln und produzieren derzeit 45 junge Unternehmen vorwiegend aus dem Bereich IT und Computer mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz. Und es wären laut Kathrin Steinbrink wohl deutlich mehr, wenn der Platz dies zuließe. Auch wenn die Produnktionsbedingungen in Böblingen optimal sind, hatte Kathrin Steinbrink dennoch einen Wunsch: Die Vernetzung und der Austausch zwischen Jungunternehmern und alteingesessenen Firmen und den Bildungseinrichtungen könnte noch etwas intensiver sein, merkte sie an.
Damit rannte sie offene Türen bei Ute Reuter ein. Für die Vertreterin der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) ist ein Netzwerk von Orten, an denen sich Menschen zum gemeinsamen Arbeiten und Austausch treffen, eine wichtige Zukunftsvision. Dass das funktionieren kann, beweise der bereits existierende von der KEB geförderte "Socíal-Co-Working-Space – ein Raum, den Menschen nutzen können, die Muse zum Arbeiten brauchen, oder an Weiterbildungsangboten und Unterstützung interessiert sind.
Für Alexander Rossmann ist der Standort Böblingen schon aktuell ein Hotspot. Der Chef des Herman-Hollerith-Zentrums beobachtet eine Sogwirkung, die die Böblinger Außenstelle der Hochschule Reutlingen, erzeugt: Rund 450 Studenten und Studentinnen studieren derzeit in Böblingen Informatik – mit immer noch besten Berufsaussichten, wie Rossmann betonte. Damit möchte sich der Hochschul-Chef indes nicht zufrieden geben. Er sieht Potenzial und Attraktivität für mehr: 1000 Studierende sind die Zielmarke, die er in absehbarer Zukunft erreichen möchte. Wichtig ist für ihn daher ein weiterhin funktionierendes wirtschaftliches Umfeld. Die Verzahnung mit praktischen Erfahrungen in den Unternehmen sei ein wichtiger Pluspunkt des Böblinger Studiengangs, lautete seine Erfahrung.
Als die Anwesenden schließlich Gelegenheit bekamen, ihre Ideen und Wünschezu artikulieren, wurde schnell deutlich, dass wirtschaftliche Stärke und Attraktivität auch eine wichtige soziale Komponente besitzen: Verbesserungen der Kinderbetreuung und mehr bezahlbarer Wohnraum tauchten als Forderungen immer wieder auf den Pin-Wänden auf.
Stefan Belz versprach in seinem Abschluss-Statement diese Anregungen der Bürgerschaft in sein Wahlprogramm einfließen zu lassen – genauso wie die Erkenntnisse und Anregungen, die an diesem Abend auf dem Podium artikuliert wurden.
Die nächsten Zukunftsforen widmen sich weiteren wichtigen Themen der Stadt: Am Montag, 1. Dezember, geht es um Klimaschutz und am Montag, 8. Dezember, um das Ehrenamt. Beginn ist jeweils um 19 Uhr im Treff am See.
Text: Michael Stürm - Foto: Jan Weccardt
Montag
19.01.
Zu interessanten Orten und
neuralgischen Punkten

Die Stadtspaziergänge von Stefan Belz trafen auf großes Interesse
Eine Stadt wie Böblingen zu führen und für die Zukunft fit zu machen, bedeutet nicht nur die großen Linien und Ziele zu skizzieren. Ein Oberbürgermeister, der sich für seine Stadt ins Zeug legt, muss auch dort seinen Blick hin richten, wo die Menschen leben und ihren Alltag erleben. Nach acht Jahren im Amt weiß Stefan Belz, dass die Bürgerinnen und Bürger die Probleme in ihrem Quartier mindestens genaso interessieren wie die große Stadtpolitik, dass Ankündigungen und Versprechungen immer auch den Stresstest vor Ort bestehen müssen. Um das Ohr dort zu haben und zu erfahren, was die Leute in den verschiedenen Teilen Böblingens bewegt, hat er in Zusammenarbeit mit der Wahlinitiative zu sechs "Stadtspaziergängen" geladen.
Begleitet wurde Stefan Belz von kundigen Bewohnerinnen und Bewohnern der Quartiere, die einen rund einstündigen Spaziergang oganisierten, der vorbei an interessanten Orten und neuralgischen Punkten führte. Zum Abschluss gab's die Gelegenheit in einem Café bei einem Heißgetränk die Gespräche zu vertiefen.
Egal, ob die Zukunft des Hallenbads oder die Ideen der Jugend im Böblinger Galgenberg-Quartier, verbesserungsfähige Wege am Murkenbach, die Zukunft der Rappenbaumschule und fehlende E-Lade-Säulen in Dagersheim oder die Situation rund um die Seen in der Böblinger Innenstadt – die Themen waren vielfältig ebenso wie das Interesse: Trotz teils eisiger Kälte fanden sich jedes Mal zwischen 25 und 30 Bürgerinnen und Bürger ein, die die Lage in ihrem direkten Umfeld mit dem Oberbürgermeister diskutieren wollten.
Für Stefan Belz die Gelegenheit, manche Kritik, die sich im Gespräch ergab oder viele Anregungen, die sich am Wegrand auftaten, mitzunehmen. Vorort-Termine, die Stefan Belz auch die Möglichkeit boten, über Entscheidungen des Gemeinderates und die Hintergründe von Verwaltungshandlungen zu informieren. Am Ende war das Notiztbuch des Oberbürgermeisters immer gut gefüllt und viele Fragen der Besucherinnen und Besucher beantwortet.
Stefan Belz war begeistert, dass sein Angebot auf so viel Resonanz in der Bürgerschaft traf und er sah sich bestätigt in seinem Plan, auch in den nächsten acht Jahren trotz all den Aufgaben, die die "große Stadtpolitik" mit sich bringt, nah bei den Menschen in den Quartieren Böblingens und Dagersheims zu sein.
Eine letzte Gelegenheit Stefan Belz vor der Wahl näher kennzulernen ist das Speed-Dating am Mittwoch, 21. Januar, um 18 Uhr im "Platzhirsch" in Böblingen, zu dem die Wahlinitiative alle Bürgerinnen und Bürger herzlich einlädt.n und Dagersheim ausmacht – eine Stadt, die anpackt und sich engagiert.“
Text: Michael Stürm - Foto: Team Belz
Montag
01.12.
Bäume pflanzen, Bäume pflanzen, Bäume pflanzen

Beim zweiten Zukunftsforum von Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz ging es um das Thema Stadtgrün und Klimawandel – von den Experten gab es einen eindeutigen Appell.
Wohin soll sich Böblingen in den nächsten acht Jahren bewegen? Mit drei Zukunftsforen, die wichtige Themen der Stadt in den Mittelpunkt rücken, möchte Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz hören, wo den Bürgerinnen und Bürger der Schuh drückt und die Meinung von Experten einholen. Das Ziel: Erkenntnisse und Impulse sammeln, die in das Programm des Amtsinhabers für die anstehende Oberbürgermeisterwahl im Januar 2026 einfließen werden. Zugleich macht Belz deutlich, dass er beim Thema Klimaschutz und Klimaanpassung den Führungsanspruch übernimmt: Böblingen und Dagersheim sollen bis 2035 konsequent klimaneutral und zugleich lebenswert bleiben.
In seiner bisherigen Amtszeit hat Dr. Stefan Belz bereits wichtige Grundlagen gelegt: Böblingen ist heute grüner, sauberer und widerstandsfähiger gegen den Klimawandel. Seit 2009 wurden die CO₂-Emissionen um über 30 Prozent gesenkt – das Ziel für 2025 ist damit erreicht. Mit dem Klimaneutralitätskonzept 2035 liegt ein klarer Fahrplan für die kommenden Jahre vor. Gemeinsam mit den Stadtwerken treibt die Stadt die kommunale Wärmeplanung voran und baut das Fernwärmenetz weiter aus, etwa auf dem Rauhen Kapf, im Stadtgarten und auf der Hulb. Neue Stadtbäume, Staudenflächen und Wildblumenwiesen stärken die Natur, entlang der Herrenberger Straße spenden neu gepflanzte Bäume Schatten. Nach dem Starkregen 2018 sorgen ein neues Regenrückhaltebecken am Murkenbach und eine Starkregen-Gefahrenkarte für besseren Schutz der Quartiere. Mit dem „Festival für die Erde“ wurde zudem ein Format geschaffen, das Klimaschutz sichtbar macht und das Engagement aus der Mitte der Bürgerschaft bündelt.
Beim zweiten Zukunftsforum am Montag versammelten sich rund 50 Interessierte. Das Motto lautete „Stadtgrün und Klimaanpassung“. Auf dem Podium saßen die Hausärztin und Vorsitzende der Kreisärzteschaft, Annette Theewen, Maurice Schmidt, Goldmedaillen-Gewinner bei den Paralympics und Student der Umweltschutztechnik, Landschaftsarchitekt-Professor Siegfried Knoll und Karl-Heinz Rau, ehemaliger Wirtschaftsinformatik-Dozent und engagiert bei „Omas und Opas for Future“ – vier Böblingerinnen und Böblinger, die mit viel Expertise, Ideen und auch Kritik zu diesem Thema aufwarteten.
Immer mehr Hitzetage und Starkregen, aber auch immer mehr versiegelte Flächen zeigen, dass in Böblingen die Klimaveränderungen immer akuter werden und die Stadt für diese Zukunftsentwicklungen Weiteres tun muss. Obwohl in den vergangenen Jahren viel erreicht worden ist im Bereich Klimaanpassung und ein großer Schritt zur menschengerechten Stadt bereits stattfindet, betont Stefan Belz, dass es noch viel zu tun gebe. „Was brauchen wir, dass Böblingen und Dagersheim lebenswert bleiben?“, wollte er deshalb an diesem Abend erfahren.
Eines wurde schnell deutlich: Es bleibt nicht mehr allzu viel Zeit, um die Stadt fit zu machen für die Herausforderungen des Klimawandels. „Die nächsten fünf Jahre werden entscheidend für Böblingen“, war Siegfried Knoll sicher. Abwarten ist für den Landschaftsarchitekten deshalb keine Option. Rasches Handeln ist erforderlich, sagt er. Seine Empfehlung: Flächen entsiegeln, wo es geht, und mit Grün ersetzen, das den Temperaturen der Zukunft gewachsen ist. „Bäume pflanzen, Bäume pflanzen, Bäume pflanzen“, lautete sein Appell – und am besten gleich eine eigene Baumschule gründen, denn die notwendigen Bäume, prophezeite der Grünexperte, werden bald knapp.
Damit war er sich einig mit Karl-Heinz Rau. Auch der erkannte „Handlungsdruck“, sah aber neben der Politik auch die Bürgerschaft in der Verantwortung. „Jeder muss mitmachen“, forderte er. Asphalt in Böblingen besitzt noch zu häufig die Oberhand. In der Herrschaftsgartenstraße wünschte er sich daher Baumstreifen statt Parkplätze, die von Wohnmobilen belegt sind. Und in der Stuttgarter Straße weist er auf die von der Stadt im Zuge der Klimaanpassung angedachten Grünstreifen und Alleebäume hin. „Hier braucht es Entschlossenheit“, betont er.
Für Maurice Schmidt, den Jüngsten in der Runde, macht es keinen Sinn zu hoffen, dass nur Technologie den Ausweg aus der Klimaproblematik weisen wird. „Wir müssen schlichtweg aufhören, die Natur auszunutzen“, sagte er. Bewusster leben statt Bequemlichkeit war seine Handlungsempfehlung. Und wie seine Vorredner setzt er auf die Natur. Jede Menge Bäume im öffentlichen Raum pflanzen, war für ihn unabdingbar. Und was empfiehlt der angehende Umweltschutz-Fachmann dem Oberbürgermeister als Sofortmaßnahme in seiner Stadt? Da brauchte Maurice Schmidt nicht lange nachdenken: „Photovoltaikanlagen als Überdachung für öffentliche Parkplätze und Plätze im Allgemeinen.“
Dass Klimaschutz auch Menschenschutz ist – auf diesen Zusammenhang verwies Annette Theewen. Die Medizinerin skizzierte die nicht immer sofort sichtbaren Folgen einer erhitzten Stadt – von den unmittelbaren Konsequenzen für ältere und kranke Menschen bis hin zu den Folgen für die Psyche. „Wenn es heiß ist, sind die Menschen häufig aggressiver“, analysierte sie. Sich häufende Extremwetter förderten Zukunftsängste, und wenn es wärmer wird, würden sich gefährliche Keime im Wasser verbreiten, und Viren fänden bessere Lebensbedingungen. „Über 40 Grad, das ist der Katastrophenfall“, stellte Annette Theewen fest.
Was tun, damit Böblingen für diese Entwicklungen gerüstet ist, wollte Stefan Belz wissen. Öffentliche Gebäude im Sommer als Kühlräume öffnen, Kühlmaßnahmen in Schulen und Pflegeheimen, aber auch die Menschen durch mehr Gesundheitsbildung fähig machen, sich selbst zu schützen, war die Antwort von Annette Theewen. Ganz wichtig ist für die Ärztin aber auch, dass die Stadt sich um mehr medizinisches Personal und die dafür notwendigen Räumlichkeiten kümmert
Als die Besucherinnen und Besucher auf Pinnwänden schreiben konnten, wie die Stadt sich ihrer Meinung nach dem Klimawandel stellen sollte, wurde klar, dass auch ihnen eine grünere Stadt am Herzen liegt. Entsiegelung, mehr Bäume, ein grünes Band durch die Stadt, Gebühren fürs Anliegerparken und Photovoltaik-Anlagen auf den Parkplätzen waren Forderungen, die sich häufig auf den Notizzetteln fanden.
Stefan Belz bedankte sich für die vielen Impulse und inspirierenden Momente dieses Abends. Er nahm aber auch wahr, dass es bei der Realisierung einige dicke Bretter zu bohren gibt. „Manche Anregungen sind gut umzusetzen, einige brauchen viel Geld, und bei einigen braucht es Veränderungswillen im Gemeinderat und in der Stadtgesellschaft“, stellte er fest. Zugleich machte er klar, dass er als Oberbürgermeister die Richtung vorgeben will: Klimaanpassung soll in jeder Baumaßnahme mitgedacht werden – mit weniger Beton, mehr Entsiegelung, Dach- und Fassadenbegrünungen, zusätzlichen Sonnensegeln und einer weiteren Stärkung des Stadtgrüns.
Dennoch: Einiges davon wird sich in seinem Programm wiederfinden, versprach er: „Zentrale Anregungen – von der städtischen Baumschule über mehr Entsiegelung bis hin zur Schwammstadt Böblingen – fließen direkt in sein Programm zur OB-Wahl ein. Damit Böblingen und Dagersheim lebenswert bleiben – und die Stadt beim Klimaschutz und bei der Klimaanpassung klar auf Kurs bleibt.“
Das nächste Zukunftsforum findet am Montag, 8. Dezember um 19 Uhr im Treff am See statt. Das Thema lautet „Ehrenamt und Miteinander“.
Text: Michael Stürm - Foto: Jan Weccardt
Montag
08.12.
Zukunftsanker für die Macherinnen und Macher

Beim dritten Zukunftsforum von Dr. Stefan Belz stand das Ehrenamt im Mittelpunkt
Zum dritten Zukunftsforum, zu dem Oberbürgermeister Stefan Belz im Zuge seiner erneuten Kandidatur bei der Wahl im Januar eingeladen hatte, fanden sich ein weiteres Mal zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger im „Treff am See“ ein. Das Thema lautete „Ehrenamt und Miteinander“.
Auf dem Podium saßen Gabriele Branz von der Kulturveranstaltungs-Stätte Blaues Haus, Gerhard Gamp von den Kleinkunst-Machern im Alten Amtsgericht, Ulrike Kosian von der Jugendfarm Böblingen und Marian Schirmer von der Betriebsseelsorge Böblingen. Sie waren gekommen, um Einblicke in ihre Arbeit als Ehrenamtliche sowie mit Ehrenamtlichen zu bieten und Stefan Belz Anregungen für sein Wahlprogramm zu geben.
Musik, Kabarett, Kinder und Jugendliche, Kirche und Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen: Die Bandbreite war vielfältig und bildete einen großen Teil dessen ab, was in der Stadt von Leuten in ihrer Freizeit für ihre Mitmenschen geleistet wird. Und es zeigte sich rasch - alle, die da auf dem Podium saßen, finden selbst große Erfüllung in ihrer Arbeit und sehen diese auch vom Miteinander getragen. „Die Arbeit mit den Kindern ist so erfüllend, dass ich überhaupt nicht ans Aufhören denke“, bekannte Ulrike Kosian. „Die Gemeinschaft ist alles“, sagte Gerhard Gamp, Gabriele Branz schwärmte von „der Begeisterung des Teams“ und Marian Schirmer wies darauf hin, dass er seine Arbeit ohne all die freiwilligen Helferinnen und Helfer schlichtweg nicht stemmen könnte.
Doch Erfüllung im Ehrenamt ist nicht alles. Einen großen Raum an diesem Abend nahm das Thema Finanzen ein. Als Stefan Belz in die Runde fragte, wie wichtig das Sponsoring ist, wurde sehr schnell deutlich, dass es ohne finanzielle Unterstützung von Firmen, Organisationen und Privatpersonen nicht geht. Vor allem bei der Jugendfarm: Tierarztkosten von 20.000 Euro pro Jahr, 4.000 Liter Heizöl und sonstige Fixkosten werden von Böblinger Firmen übernommen. „Sonst könnten wir nicht existieren“, versicherte Ulrike Kosian. Und beim Alten Amtsgericht sorgen öffentliche Spender beispielsweise dafür, dass das jährliche Mega-Event „Comedy-Festival“ überhaupt über die Bühne gehen kann.
Einigkeit herrschte darüber, dass diese Unterstützung nicht ausreicht. Heißt: Ohne städtische Gelder wäre das ehrenamtliche Engagement in Böblingen schnell am Ende. „Sponsoring“, mahnte Marian Schirmer an, „darf nie von einer Stadt als Vorwand genommen werden, um Zuwendungen zu kürzen.“ Die Anwesende konnten sich nicht über eine großzügige Partnerschaft der Stadt beklagen. Ulrike Kosian zeigte sich „extrem dankbar für die gute und enge Zusammenarbeit“. Sehr zufrieden über die Unterstützung der Stadt war auch Gerhard Gamp.
Dass diese Kooperation auch in Zukunft lebenswichtig für die ehrenamtlichen Macherinnen und Macher ist, darüber waren sich die Anwesenden einig. Gabriele Branz wünscht sich für die Zukunft von der Stadt für kulturelle und soziale Veranstaltungen auch projektbezogene Gelder, Marian Schirmer erhofft sich generell Hilfe bei Räumlichkeiten und bei der Kinderbetreuung der Ehrenamtlichen. Gerhard Gamp verwies darauf, dass die Räume seiner Initiative auf dem Schlossberg der eingeschränkten Mobilität des älter werdenden Publikums nicht mehr gerecht werde. Ulrike Kosian machte schließlich deutlich, dass städtische Hilfe nicht weniger als die Existenz der Jugendfarm sichert: Ohne festangestellte Mitarbeitende könnte diese Einrichtung nicht fortbestehen, erklärte sie und sprach aus, was vermutlich für viele der Vereine und ehrenamtlichen Einrichtungen in Böblingen gilt: „Der wichtigste Anker für die Zukunft ist eine verlässliche städtische Unterstützung.“
Im anschließenden Dialog mit dem Publikum bestätigten viele Besucherinnen und Besucher: Die Wertschätzung für das Ehrenamt in Böblingen sei bereits hoch und daran wolle man unbedingt festhalten. Zugleich wurde mehrfach betont, dass gerade Kulturangebote in der Stadt stark seien, man sich aber
mehr Vernetzung und Sichtbarkeit wünsche, damit Menschen leichter erfahren, was es gibt, wie sie mitmachen können und wo Engagement gebraucht wird.
Stefan Belz kündigte an, die Impulse des Abends konsequent in seine Arbeit und sein Programm aufzunehmen: „Ehrenamt ist das Herz unserer Stadtgesellschaft in Böblingen und Dagersheim – und das Rückgrat, auf das wir uns verlassen können. Genau deshalb will ich Verlässlichkeit absichern.“ Zugleich verwies Belz auf die städtische Unterstützung durch hauptamtliche Strukturen: „Ehrenamt braucht Unterstützung. Unsere Fachstelle für ‚Bürgerschaftliches Engagement‘ hilft mit hauptamtlichen Kräften dort, wo Ehrenamtliche an Grenzen stoßen oder keine eigene Organisationsstruktur haben.“
Belz bekräftigte außerdem, Ehrenamt und Beteiligung weiter sichtbar, direkt und wirksam zu stärken – mit enger Vernetzung zwischen Vereinen, Stadt und Verwaltung sowie einer starken Anerkennungskultur, etwa durch Vereinsabend, Sozial- und Kulturpreis oder Sportlerehrung. Denn „alles, was Ehrenamtliche leisten, stehen sinnbildlich für das, was Böblingen und Dagersheim ausmacht – eine Stadt, die anpackt und sich engagiert.“
Text: Michael Stürm - Foto: Jan Weccardt





















